Seniorenzahnmedizin - ein Update

Der steigende Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung lässt sich auch im zahnärztlichen Alltag einer allgemein-zahnmedizinischen Praxis nicht mehr leugnen. Der demographische Wandel ist angekommen und die Baby-Boomer-Generation wird anspruchsvoll die Praxisteams über Jahrzehnte fordern. Die jungen Senioren haben andere Ansprüche an die Zahnmediziner als die Hochbetagten. Sind Sie heute schon richtig für diese sehr heterogene Patientengruppe der Betagten und Hochbetagten gewappmet?

Mit steigendem Alter und zunehmender Gebrechlichkeit wird für die Senioren jeder Weg in die Praxis beschwerlicher. Die Inanspruchnahme zahnmedizinischer Dienstleistungen sinkt, die ärztlichen Kontaktraten steigen. Der Zahnarzt und seine Teammitglieder sehen ihre alten Patienten zunehmend beschwerdeorientiert mit einem meist subjektiv reduziert empfundenen Behandlungsbedarf. Die Senioren erwarten, dass das zahnmedizinische Team die Nachsorgekompetenz vorausschauend einschätzt und in alle Planungen einbezieht. Die Adaptationsfähigkeit sowie die Diskrepanz zwischen subjektiven und objektiven Behandlungsbedarf sollten beachtet werden. Seniorenzahnmediziner sollte wissen, was die geriatrischen „I“ sind und welche natürlichen Alterungsprozesse in Kombination mit chronischen Krankheiten das Leben im Alter erschweren. Das geriatrische Assessment sollte kein Fremdwort sein.

Die Altersstruktur in der Bevölkerung wandelt sich und jedes Mitglied eines zahnmedizinischen Teams sollte sich heute auf die sehr heterogene Patientengruppe ausrichten. Auf der einen Seite verharren Mitglieder im Team im Glauben: Senioren haben wir ja schon immer behandelt, was sollen diese Aktivitäten mit der Seniorenzahnmedizin? Und auf der anderen Seite haben einige erkannt, dass die Senioren immer mehr ihren Praxisalltag beeinflussen. Einige Teams haben sich auf den Weg gemacht, ihr Wissen zur zahnmedizinischen Betreuung von Senioren mit unterschiedlicher zahnmedizinischer funktioneller Kapazität zu erhöhen und ihre Praxen seniorengerecht, was nicht gleichzusetzen ist mit behindertengerecht, zu gestalten. Die zahnmedizinische funktionelle Kapazität ist für jeden Senior in einer Belastbarkeitsstufe festzulegen und bei der Planung intensiv zu berücksichtigten. Abschließend wird an dem Fortbildungstag die aufsuchende zahnmedizinische Betreuung mit verschiedenden Behandlungskonzpeten ventiliert. Ein Kollege berichtet aus seinen Erfahrungen.

Kursdetails

Termin: Sa 05.06.2021, 09:00 - 17:00 Uhr
Zielgruppe: Kurs für Zahnärzte und Mitarbeiter
Kursgebühr: 275,– €
Kursnummer: 6111.0
Punkte: 8
Referenten:
Dr. Dirk Bleiel
Dr. R. Eckardt-Felmberg
Prof. Dr. I. Nitschke
Zurück